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Call for Papers

Eine Tagung des Forschungsverbundes NRW Digitale Gesellschaft
(Nachwuchsforschungsgruppen und Graduiertenkolleg NRW)
DATAFIZIERTE GESELLSCHAFT:
PRAKTIKEN, PROZESSE UND FOLGEN DER DATAFIZIERUNG
- Eine interdisziplinäre Tagung -
24. und 25. September 2019
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
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Call for Papers

Eine Tagung des Forschungsverbunds NRW Digitale Gesellschaft (Nachwuchsforschungsgruppen und Graduiertenkolleg NRW)

Datafizierte Gesellschaft: Praktiken, Prozesse und Folgen der Datafizierung
– Eine interdisziplinäre Tagung –


24. und 25. September 2019

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Lennéstraße 6
53113 Bonn

Call for Papers (PDF zum Download)

Im Rahmen digitaler Kommunikationspraxis hinterlassen und erzeugen alle Formen des Handelns von Individuen und institutionellen Akteuren und Organisationen digitale ‚Spuren‘, weshalb die Relevanz der Datafizierung als eine der zentralen Folgen der Digitalisierung in allen Bereichen der Gesellschaft (Mikro-, Meso- und Makroebene) zunimmt. Datafizierung bezeichnet somit sowohl den Prozess der Übersetzung von Handlungsinformationen in digitale Datenbestände als auch deren Teilprozesse, wie insbesondere Speicherung, Auswertung und Weiterverarbeitung. Datafizierung markiert einen gesamtgesellschaftlichen Technologie- und Kulturwandel, dessen Auswirkungen nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft von Gesellschaft und Demokratie maßgeblich mitbestimmen. Dies stellt die demokratisch verfassten, liberalen Gesellschaften sowie die Forschung schon heute vor große Herausforderungen. Dabei oszillieren Gegenwartsdiagnosen und insbesondere Zukunftsprognosen zu Datafizierung der demokratischen Gesellschaft im öffentlichen Diskurs zumeist zwischen optimistisch-utopischen Perspektiven einerseits sowie pessimistisch-dystopischen Szenarien andererseits. Zum einen sind mit Datafizierung neue Anwendungsmöglichkeiten, etwa in den Bereichen der gesellschaftlichen Kommunikation, der politischen Partizipation, der Gesundheit, des Konsums oder der Arbeitswelt entstanden. Zum anderen verweist die umfassende Sammlung digitaler Daten in allen Bereichen der Gesellschaft auf neu entstehende Macht- und Kontrollstrukturen, deren potentiell problematischen Konsequenzen den gesellschaftlichen Nutzen überstrahlen können. Die Tagung adressiert sowohl theoretische als auch empirische Fragen zum Umgang mit und zur Analyse von Daten im Kontext der Datafizierung von Gesellschaft und Demokratie.

Einreichungen aus allen sozial-, geistes- und technikwissenschaftlichen Disziplinen zu den folgenden Themen sind gewünscht, müssen jedoch nicht auf diese beschränkt sein:

Theorien und Konzepte zu Gegenwart und Zukunft der Datafizierung der Demokratie:

  • Theorien datafizierter Gesellschaft
  • Datentheorien
  • Ethik der Datafizierung
  • Digitaler Kapitalismus
  • Datenkolonialismus
  • Digitale Überwachungsstrukturen
  • Digitale Nachhaltigkeit
  • Rolle und Funktion digitaler Plattformen
  • Welche Theorien, Konzepte, Methoden oder Disziplinen ermöglichen eine Prognostik zur Zukunft der datafizierten Demokratie? Inwiefern können dabei auch Algorithmen und Big Data als Prognosetechnologien Verwendung finden (Predictive Analysis)?

Datafizierung und Öffentlichkeit

  • Social Media als datafizierte Öffentlichkeiten und zentrale Räume datafizierter Nutzungspraxis
  • Social Media als datafizierte Öffentlichkeiten und zentrale Räume datafizierter Nutzungspraxis
  • Social Media als digitale Agora (Partizipation, Deliberation) oder digitale Arena (Echokammern, Fake News, Hate Speech)
  • Die Politik sozialer Medien
  • Social Media als Gegenstand von Medienpolitik und Regulierung
  • Datafizierter Journalismus/Datenjournalismus
  • Datafizierung und Digitalisierung als Medienthemen
  • Datafizierung des öffentlichen Raums (etwa Regulierung und Ethik autonomen Fahrens)
  • Datafizierung des öffentlichen Raums zwischen staatlicher Sicherheitsgewährleistung und staatlicher Kontrolle

Datafizierung und Staatlichkeit:

  • Praktiken von PolitikerInnen, Parteien und politischen Institutionen (etwa datafizierte Wahlen)
  • Datafizierte Verwaltung und eGovernment
  • Datafizierung in nicht-staatlichen und wohlfahrtsstaatlichen Institutionen
  • Datafizierung im Bildungsbereich
  • Datafizierung im Kontext nichtdemokratischer Gesellschaften

Datafizierte Lebens- und Arbeitswelten:

  • Gegenwart und Zukunft datafizierter Arbeitswelten (etwa Robotik)
  • Datafizierung von Kultur und Kulturproduktion
  • Datafizierung in Familie und privaten Lebenswelten
  • Datafizierung der Gesundheit (etwa eHealth)
  • Digital Scoring

Einreichungen

Gewünscht sind Einreichungen für (1) Einzelpräsentationen, (2) Kurzvorträge und Poster-Präsentation in einer High-Density-Session sowie für (3) thematische Panels.

(1) Einreichungen für Einzelpräsentationen

Einreichungen für Einzelpräsentationen (Vortrag) umfassen ein Abstract mit max. 2000 Zeichen (inkl. Leerzeichen, Titel und  Bibliographie mit max. drei Titeln sowie einer Kurzbiografie). Machen Sie in der Einreichung bitte auch unbedingt deutlich, ob der eingereichte Vortrag ggf. für einen Kurzvortrag und eine Poster-Präsentation in einer High-Density-Session berücksichtigt werden kann.

(2) Einreichungen für Kurzvorträge und Poster-Präsentation in einer High-Density-Session

High-Density-Sessions nehmen eine Mittelposition zwischen dem klassischen Vortrag sowie der klassischen Poster-Session ein. Teilnehmende präsentieren ihr Thema in fünf Minuten. Nach den Präsentationen schließen sich Diskussionen mit den Panel-Besuchern im Rahmen einer Poster-Session an. Einreichungen für einen fünfminütigen Kurzvortrag und eine Poster-Präsentation in einer High-Density-Session umfassen ein Abstract mit max. 2000 Zeichen (inkl. Leerzeichen, Titel und  Bibliographie mit max. drei Titeln sowie einer Kurzbiografie). Bei Annahme für die High-Density-Session ist die Anfertigung eines Posters obligatorisch.

(3) Einreichungen für thematische Panels

Vorschläge für thematische Panels umfassen drei bis vier Einzelvorträge (pro Einzelvortrag ein Abstract mit max. 2000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Titel und  Bibliographie mit max. drei Titeln sowie einer Kurzbiografie) sowie einen Rahmentext (max. 2000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Titel und  Bibliographie mit max. drei Titeln), der das Thema des Panels, den Zusammenhang der Beiträge sowie die Passung zum Tagungsthema skizziert. Die Einreichung umfasst auch einen Vorschlag für die Panel-Moderation.


Einreichungen bitte per E-Mail an anastasiadis[at]uni-bonn.de
oder info[at]graduiertenkolleg-digitale-gesellschaft.nrw

Deadline für alle Einreichungen ist der 31. März 2019

Ansprechpartner: Dr. Mario Anastasiadis (0228-735637 oder anastasiadis[at]uni-bonn.de)

Website Digitale Gesellschaft NRW